Mittwoch, 11. Oktober 2017

Nach Prostitutionsgesetz weniger Huren gemeldet

Anfang Juli war es soweit: Das Prostitutionsgesetz kommt, mein Escortservice geht. Jetzt sind erste Zahlen zu lesen – zumindest von Berlin – die Befürchtungen bestätigen, wonach durch das Prostitutionsgesetz Frauen in die Illegalität getrieben werden. Wie die BZ berichtet, liegen nun Zahlen der Berliner Senatsverwaltung vor: 2012 waren beim Finanzamt 855 selbstständige Huren gemeldet. 2014 waren es 812 Damen, 2016 jedoch nur noch 655 Prostituierte. Es könnte also durchaus sein, dass manche Damen nun illegal als Hure arbeiten. Oder aber – das kann auch sein – sie haben sich wie ich ganz aus dem Gewerbe zurückgezogen.

Keine Zahlen für Bordell-Gewerbeanmeldungen

Die BZ titelt zudem: "Rot-Rot-Grün ohne Durchblick. Von Rotlicht hat der Berliner Senat keine Ahnung". Denn, so heißt es weiter, auf die Anfrage des FDP-Innenexperten Luthe, der wissen wollte, wie viel Gewerbeanmeldungen für Bordelle es in den vergangenen Jahren in Berlin gegeben habe, konnte der Senat nur mit den Schultern zucken. 
Zitat BZ: <<„Eine Erhebung der Anzahl der gewerberechtlich angemeldeten Prostitutionsbetriebe ist nicht möglich“, heißt es in einer Antwort. Jeder Puff-Besitzer habe seinem Bordell einen eigenen gewerberechtlichen Begriff geben können. Einheitlich erfasst wurde nichts.">>

Na toll, willkommen in Berlin :-)

Mittwoch, 23. August 2017

Amsterdamer Rotlichtviertel zieht um nach Rheinbach

300 Meter daneben
Selbst Google ist nicht perfekt, denn irgendwo schleicht sich manchmal eben doch mal ein Fehler ein. Dieser Fehler hier ist ziemlich unterhaltsam. Zumindest für alle, die nur darüber lesen und nicht selbst auf google maps nach dem Amsterdamer Rotlichtbezirk De Wallen gesucht haben. Durch eine falsch gesetzte Ortsmarke landeten die Suchenden nämlich 300 Kilometer von Amsterdam entfernt in einem Industrieviertel von Rheinbach, das liegt bei Bonn. 

Deutsche Kleinstadt statt Amsterdamer Rotlicht

Auch Fotos und Bewertungen, die google-Nutzer bei den Bars und Bordellen vergeben hatten, wurden dem unschuldigen Rheinbach zugeordnet. Google hat das Problem inzwischen behoben. Woran es lag, konnte google nicht feststellen. Na, wenn da mal nicht ein google-Mitarbeiter bei der Arbeit ins Träumen gekommen ist...

Google stellt dazu fest: 
"Unser Anspruch ist es, dass Google Maps die genauesten, aktuellsten und relevantesten Informationen liefert. Falls Nutzer Fehler in Google-Maps-Karten bemerken, können sie mithilfe der Funktion 'Problem melden' direkt mit uns in Kontakt treten und uns über mögliche Änderungen und Aktualisierungen, die vorgenommen werden müssen, in Kenntnis setzen."

Immerhin: Eines ist im von google markierten Gebäude in Rheinbach doch zu finden: der "FKK Finest Saunaclub". 

Montag, 17. Juli 2017

Geschichte der jO 7: Spiel mit dem Feuer

Geschichte der jO, Teil 7
Es freut mich, mitteilen zu können, dass der siebte Teil von "Geschichte der jO" erschienen ist. Wie gewohnt gibt es das Buch als eBook und als gedrucktes Taschenbuch.


Hier die Inhaltsangabe:


Geschichte der jO, Teil 7: Spiel mit dem Feuer. Meine abenteuerliche Reise durch die Welt des SM und der geheimen Perversionen. Lady Inka stellt jO vor die Wahl: Entweder jO lässt sich als ihre persönliche O kennzeichnen und beringen – oder aber es ist alles vorbei. jO ringt mit sich selbst und ist unentschlossen. Da erfährt sie etwas über ihre Herrin, das sie schwer erschüttert. 

Hinzu kommt, dass jO nach den Atemreduktionsspielen von Herrn A. von Albträumen geplagt wird und schließlich in einer Selbsthilfegruppe nach Hilfe sucht. Mit Escort-Aufträgen läuft es weiterhin schlecht. 

Auch das Duo mit der dunkelhäutigen Lana und dem sadistischen Herrn W. erweist sich als alles andere als Zuckerschlecken. Die Nacht im Berliner Luxushotel Ritz-Carlton bringt jO an den Rande des Abgrunds. Es ist ein Spiel mit dem Feuer, bei dem jO ständig ein Outing droht. 

Ein schweres Date kommt selten allein: Der junge Herr Oliver, der jO im SM-Studio bucht, stellt sich als  weitaus weniger liebenswert heraus, als jO zunächst annimmt. Noch bizarrer wird es, als jO vom reichen Herrn Trajan für die „Nacht der O“ gecastet wird.

Spiel mit dem Feuer

Sie sehen also schon an der Inhaltsangabe, dass Teil 7 eine ziemlich schwierige Zeit beschreibt. Es kommt zu tiefgreifenden Entscheidungen, die wegweisend für mein weiteres Leben sind. 

Eine kostenlose Leseprobe können Sie sich hier ansehen: Blick ins Buch.

Samstag, 8. Juli 2017

Prostitutionsgesetz kommt, mein Escortservice geht

Schon Anfang 2016 war mir klar, dass das neue Prostitutionsgesetz kommt. Jetzt ist es da. Für mich bedeutet das: Unter diesen Rahmenbedingungen biete ich meinen bizarren Escortservice ab sofort nicht mehr an. Vielen Dank an dieser Stelle an die damalige Familienministerin Manuela Schwesig, SPD, und das Bundesfamilienministerium.

Mein Abschied von der Prostitution ist lange geplant. Wie Ihr wisst, bin ich ja schon einige Zeit wieder im Büro tätig und betreibe den Bizarr-Escort nur nebenbei am Wochenende. 

Was ist passiert? Bis vor Kurzem konnte eine Prostituierte beim Finanzamt angeben, zum Beispiel als "Masseurin", "Tänzerin" oder "Personal-Trainerin" tätig zu sein. Diese Freiheit gibt es jetzt nicht mehr. Das neue Prostitutionsgesetz verändert vieles. Leider nicht zum Guten. 


Pflicht: der Huren-Ausweis mit Lichtbild

Sexarbeiter müssen einen Huren-Ausweis mit Foto vorzeigen können und sich regelmäßig gesundheitlich beraten lassen (Sexarbeiterinnen unter 21 Jahren jede halbe Jahr, alle anderen alle 12 Monate). Ich muss also folgende Dinge und Daten vorlegen: 2 Lichtbilder, Vor- und Nachname, Adresse und die Infos, in welchen Bundesländern und Gemeinden ich als Hure tätig sein will. Meine Angaben werden anhand eines Personalausweises oder eines Reisepasses überprüft. Ich muss ein amtliches Aufklärungsgespräch führen, dann bekomme ich meinen Huren-Ausweis ausgestellt bzw. zugeschickt. Diesen Huren-Ausweis muss ich bei meiner Tätigkeit als Prostituierte immer bei mir führen und bei Kontrollen vorzeigen. Das heißt: staatliche Überwachung und Aufhebung der Anonymität, die der Diskriminierung und Stigmatisierung von Huren Tür und Tor öffnen. 


Das Prostituitionsgesetz schadet nur

Was als Schutz gedacht ist, wird viele Huren dazu bringen, illegal zu arbeiten und so ihre Arbeitsbedingungen weiter verschlechtern. Ein gewisses Maß an Anonymität ist nahezu allen Frauen in diesem Bereich wichtig. Hure ist eben kein normaler Job wie jeder andere auch. Wer so denkt, ist weltfremd.

Es liegt nun an den Bundesländern, das beschlossene Gesetz umzusetzen. Die meisten Länder sind davon überfordert. Es müssen Stellen geschaffen werden, an denen die Gesundheitsberatungen stattfinden können und Personal eingestellt werden. Wie die ebenfalls beschlossene Kondompflicht kontrolliert werden soll, ist mir ein Rätsel. Alles in allem bedeutet das: höhere Kosten für die Steuerzahler und mehr Probleme für die Huren. Ein tolles Gesetz, bravo.



Klage vor dem Bundesverfassungsgericht

Prostituierte klagen gegen das Gesetz und ziehen vors Bundesverfassungsgericht. "Es ist ein Schandgesetz, das entwürdigende Kontrollen für Sexarbeiterinnen vorsieht und sie zu einer vogelfreien Randgruppe macht", sagte Juanita Henning, Sprecherin von "Dona Carmen". Die Organisation setzt sich für die Rechte von Prostituierten ein und hatte die Beschwerde auf den Weg gebracht. 

Übrigens: Das neue Gesetz macht nun auch Tantra- und Erotik-Masseurinnen zu Prostituierten. Jedenfalls fallen diese Bereiche nun ebenfalls unter den amtlichen Begriff der Prostitution. 



Herzlichen Dank und alles Gute! 

Bleibt mir also nur noch, mich bei allen Gästen und Kolleginnen herzlich zu bedanken und zu verabschieden. Es hat mir großen, großen Spaß gemacht. Nicht immer, aber meistens. Ich verlasse den gewerblichen Paysex-Bereich, aber nicht die SM-Szene an sich. Privat werde ich mich weiterhin hier vergnügen, das wird ja hoffentlich noch erlaubt sein. Auch mein Engagement als Bloggerin und Buchautorin möchte ich weiter verfolgen. Jetzt intensiver denn je. Ich habe ja jetzt etwas mehr Zeit dafür ;-) Ein spannendes neues Buchprojekt habe ich schon im Kopf. Vorher möchte ich allerdings meine "Geschichte der jO"-Reihe weiterschreiben.

Ich wünsche allen Huren, die weiter im Gewerbe tätig sind, starke Nerven und die nötige Gelassenheit, mit diesen schwierigen Rahmenbedingungen umgehen zu können. Allen Herren wünsche ich weiterhin eine schöne Zeit. Es war wundervoll mit Ihnen und ja, ich werde Sie vermissen.


Küsschen,

jO

Mittwoch, 28. Juni 2017

Liebesschaukel: frischer Schwung im Schlafzimmer

Geil: eine Liebesschaukel in einem Liebesnest
Was ist eigentlich der schönste Ort, um Sex zu haben? Das Bett? Der Strand? Der Aufzug? Das Sadomaso-Studio? Die Küche? Das Auto? Oder doch lieber unter dem Tisch? Ich muss zugeben: Bei mir wechselt das gerne mal. Aber ganz besonders aufregend finde ich Sex in der Liebesschaukel. Aus diesem Grund möchte ich heute ein bisschen darüber schreiben. Schließlich ist es gut, ab und zu mal etwas Neues beim Sex bzw. beim BDSM auszuprobieren.

Die Liebesschaukel, das unbekannte Wesen

Zunächst aber mal die Frage: Was ist eine Liebesschaukel überhaupt und wie funktioniert das Ganze? – Eine Liebesschaukel ist eine Art Sexspielzeug. Sie ist allerdings kein Sexspielzeug, das nur dem BDSM zuzuordnen wäre. Im Gegenteil: Auch viele Vanilla-Paare, die mit SM nichts am Hut haben, finden Gefallen an der Liebesschaukel. Auch wenn ich hier von der Kombination "Sklavin – Herr" schreibe, ist die Liebesschaukel auch für ganz normale Paare eine Bereicherung.

Die Liebesschaukel wird an der Decke befestigt und schwebt frei im Raum – etwa gut einen Meter über dem Boden. Die Frau bzw. Sklavin legt sich mit dem Rücken auf zwei weiche, gepolsterte Bänder und steckt ihre beiden Beine in zwei Schlaufen. Auf diese Weise hängt nun ihr gesamter Körper an der Liebesschaukel. Die Schlaufen und Bänder sind individuell verstell- und anpassbar. 

Am Anfang ist es gar nicht so leicht, auf die Liebesschaukel zu kommen, aber wenn man es ein paar Mal gemacht hat, ist es kein Problem. Tipp: Langsame Bewegungen machen und nicht kopflos und hektisch werden. Denn eine gewisse Verletzungsgefahr besteht schon, wenn man ganz frisch und unerfahren mit den Beinen in die Schlaufen schlüpfen möchte. Immer schön langsam, lass Dir Zeit! Im Zweifel einfach den Herrn bitten, dich zu halten bzw. für den Fall der Fälle bereit zu stehen.

So fühlt sich die Liebesschaukel an

Der Herr kann die Beine der Sklavin spreizen und sie nun besonders mühelos nehmen, denn die Sklavin ist durch die Schaukel leicht wie eine Feder. Genauso fühlt es sich für die Sub auch an: Sie hat das Gefühl, frei zu schweben. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es ist tatsächlich himmlisch und ganz wunderbar, so zu schweben und dann auch noch in den Genuss eines Herrn zu kommen. Wolke 7 ist nichts dagegen – zumindest dann, wenn der Herr ein bisschen Durchhaltevermögen hat und nicht nach den ersten Stößen schon alles vorbei ist. Ein weiterer Vorteil der Liebesschaukel ist, dass der Herr die Sklavin dank der Liebesschaukel tief und intensiv nehmen kann.

Ausgeliefert auf der Liebesschaukel

Die Sub ist ihm ausgeliefert, denn der Herr bestimmt, wie die Liebesschaukel bewegt wird. Er entscheidet, ob er die Sub schnell nehmen möchte oder langsam, tief und hart oder sanft. Die Sklavin ist auf der Liebesschaukel noch passiver als sonst und kann bzw. muss sich ganz dem Herrn hingeben. Ein schönes Gefühl, wenn das entsprechende Vertrauen hat. Für ganz frische Paare ist der Schritt hingegen schon etwas groß, denn es ist nicht ganz ohne, wenn die Frau ihre gespreizten Beine präsentiert. Umso reizvoller ist es für den Herrn, denn er hat zum einen die Sklavin in einer schamlosen Pose vor sich und kann sie zum anderen absolut dominieren und beherrschen. 

Damit man sich als Paar ganz dem Augenblick hingeben kann, ist es sehr wichtig, dass die Liebesschaukel wirklich sicher und zuverlässig an der Decke befestigt ist. Dazu werden Dübel genutzt. Die Schlaufen hängen meistens an einer massiven Stahlkette. Wichtig ist hier, einen Deckenhaken auszuwählen, bei dem die Kette selbst bei heftigem Sex bzw. Geschaukel nicht vom Haken springt. Das würde sonst zu Schmerzen führen, die selbst BDSMler überfordern würden...

Lass dich fallen!

Es ist ganz normal, wenn man sich beim ersten Mal auf der Liebesschaukel noch nicht 100%ig fallen lassen kann. So ging es zumindest mir dabei. Ich hatte schon etwas Sorge, dass die Liebesschaukel mich vielleicht doch nicht aushalten und herunterkrachen könnte. Aber diese Sorge ist unbegründet, wenn die Schaukel fachgerecht montiert worden ist. Tipp: Am besten, du machst vor dem Spiel einen Belastungstest und stemmst dich einmal mit deinem gesamten Gewicht auf die Konstruktion. Wenn sie dann nicht herunterkracht, dann wird sie ja wohl auch später beim eigentlichen Akt halten.


Allzu lange sollte man es in der Liebesschaukel am Anfang aber nicht treiben, denn wer körperlich nicht völlig durchtrainiert ist, der kann sich schnell einen Muskelkater holen, wenn der Rücken zu sehr angespannt wird. Also: Schön fallenlasse, Kopf ausschalten, Kontrolle abgeben, vertrauen und genießen! Ich wünsche viel Vergnügen dabei und frischen Schwung im Schlafzimmer – oder wo auch immer die Liebesschaukel eben hängt :)

Dienstag, 20. Juni 2017

Escort Urlaub: So fühlt es sich an

Im Escort Urlaub :)
Vom 5. bis 18. Juni war ich im sogenannten Escort Urlaub auf der wunderschönen Insel Mauritius. Es hat mir sehr gut gefallen, das sei schon mal verraten.


Mein Escort Urlaub auf Mauritius

Alles begann damit, dass ich am Montag, den 15. Mai, so gar keine Lust hatte, ins Büro zu gehen. Eine neue Woche hatte begonnen und ich war alles andere als motiviert. Viel lieber wollte ich Urlaub haben. Oder eine geile SM-Session erleben. Oder – so dachte ich mir – am besten beides. Urlaub und SM kombiniert, klar, das ist ein Escort Urlaub. Ist mir ja nicht ganz neu, aber so richtig schön weit weg und am Strand, das wär' schon was! 

Also startete ich noch am selben Tag kurzentschlossen einen Aufruf auf meinem Twitter Account: Würde mich gern von einem Herrn in einen Traumurlaub einladen lassen. Specialpreis. Gern Hawaii, Malediven oder...? #bdsm #escort #sklavin". So fing alles an. Als Voraussetzung schob ich hinterher, dass eine Kennenlernsession in Berlin notwendig wäre. 


Am Anfang checkte ich beinahe minütlich mein Postfach, weil ich so gespannt war, ob mein Plan funktionieren könnte. Doch leider war erst mal nichts los, es gab keine ernst zu nehmenden Anfragen. Höchstens Spaßanfragen, die sich nur ein bisschen die Zeit vertreiben wollen.

So fing das an mit dem Escort Urlaub.



So ging es los mit meinem Escort Urlaub.

Es dauerte zwei Tage, bis sich Herr R. meldete, den ich bereits kannte. Eine Kennenlernsession war also nicht nötig. In seiner Mail war Herr R. eher vorsichtig und zögerlich. Es ging ein bisschen hin und her. Und dann ging's plötzlich ganz schnell. Ich sollte so schnell wie möglich im Büro Urlaub anfragen. Für die Zeit vom 5. bis 18. Juni. Da war ich ganz schön baff und überrascht! Hui! So schnell kann's gehen! 

Am 19. Mai war dann schon alles klar und gebucht. Im Büro hatte ich den Urlaub bekommen (Hurra!) und Herr R. hatte mich zu zwei Wochen Escort Urlaub nach Mauritius eingeladen. Wie geil ist das denn!!! Ich freute mich wie Bolle und tanzte vor Freude durch meine Wohnung. Herr R. hatte ein tolles Luxushotel am Strand gebucht, Vollpension. Wir würden schön wohnen, fein speisen, am Strand in der Sonne liegen, planschen und natürlich geilen, versauten SM Sex haben. Ich beschloss, alles daran zu setzen, Herrn R. den schönsten Urlaub seines Lebens zu bereiten! 



Nein, dieser "Bikini" ist es nicht geworden ;-)



Hilfe, ich brauche neue Bikinis

Nun begannen die Vorbereitungen. Mauritius, wo liegt das eigentlich? Ist das gefährlich? Leider gibt's ja immer mehr Terroranschläge, islamistische Extremisten und Fanatiker. Zum Glück wusste das Internet, dass es auf Mauritius überwiegend Hindus gibt (48%), 33% Christen und 17% Muslime. Es ist also kein Land wie Saudi-Arabien, in denen es nahezu nur den Islam gibt. Das fände ich in Bezug auf BDSM auch etwas... nun ja... schwierig. Ich war beruhigt und macht mich nun daran, Bikinis zu shoppen. Ich wollte etwas, das einerseits sexy ist, aber nicht zu freizügig. Ein Herr auf Twitter schickte mir am 23. Mai einen lustigen Vorschlag, was ich am Strand anziehen könnte: Ein Hauch von nichts: "Clitoris G-String Gold". Ein Pussyschmuck, wenn man so will. Frauen und Shoppen – ein Thema für sich. Es dauerte etwas, bis ich zufrieden war. Herr R. erwies sich als keine große Hilfe beim Bikinikauf. Er war kaum erreichbar, weil er vor dem Urlaub "noch einiges wegarbeiten" wollte, wie er sagte. Ich sollte einfach mal machen wie ich meinte.


Cool, hier arbeitet man gern.



Probleme mit SM Toys im Koffer?

Das nächste Problem, vor dem ich stand: Bekomme ich Probleme mit SM Toys im Koffer? Ich stellte die Frage auf Twitter und bekam unterschiedliche Antworten, die nicht eben dazu beitrugen, dass ich meinen Escort Urlaub bedenkenlos antreten konnte. "Einchecken kannst Du im Prinzip alles. Kann natürlich trotzdem sein, dass Du den Koffer bei der Einreise öffnen musst", meinte der eine Herr. Ein anderer Herr schrieb: "Eher weglassen. Einige Länder lassen dich nicht mal mit einem Vibrator einreisen." Ein dritter Herr schrieb: "Nimm die Batterie raus, eine Stewardess musste mal den Koffer vor versammelter Mannschaft öffnen, weil er vibrierte, Vibrator war ON".
Nun, rückblickend kann ich sagen: Ich hatte die SM Spielsachen im aufgegebenen Koffer, aber es gab keine Probleme damit. 


Wie kommen wir menschlich miteinander klar?

Der Flug selbst war echt lang! Wir fuhren zusammen im Zug von Berlin nach Hamburg und flogen dann zunächst nach Dubai. Nach einem kurzen Aufenthalt ging's weiter nach Mauritius. Ich war sehr froh, dass Herr R. oft fliegt und sich gut auskennt, was man wie wo warum tun muss, wie das so läuft und wo man nach dem Anschlussflug schauen muss. Wir kannten uns zwar schon, aber nur oberflächlich. Ich wusste, dass wir beim BDSM harmonieren und dass ich ihn gut befriedigen kann. Aber die große Frage war: Wie kommen wir menschlich miteinander klar? Die Vorzeichen waren nicht ganz einfach. Da war zum einen der Altersunterschied. Herr R. ist 58, ich 25. Damit ist er mehr als doppelt so alt, das lässt ihn erst mal wie meinen Vater wirken. 


Ein ziemlicher Altersunterschied, na und?

Ich persönlich habe damit gar kein Problem, im Gegenteil, ich schätze es, wenn der Herr reif und erfahren ist. Aber gerade im Urlaub fällt so ein Pärchen schon etwas auf. Darauf musste ich gefasst sein. Ich gebe zu, dass wir uns vorher kaum privat unterhalten hatten. Mein Mund wurde bisher anders genutzt, was völlig ok ist. Aber auf einer gemeinsamen Reise sollte man schon gemeinsame Themen und Interessen haben. Das machte mir etwas Sorgen. Zwar bin ich, denke ich, schon jemand, der das Eis brechen kann und sich auf jeden einzustellen weiß, aber wir sind nun mal eine ganz andere Generation.

Ich bin eine Frau, die vielseitig interessiert ist, wie man so schön sagt. Ich habe mehr im Kopf als Beauty und Fashion. Außerdem war ich neugierig darauf, auch Herrn R. besser kennenzulernen. Spätestens auf dem Flug fielen die Ängste und Bedenken dann aber von mir ab. Herr R. selbst erwies sich als toller Unterhalter, der zu vielen Themen etwas zu sagen hatte. Er erklärte mir viel über Flughäfen, wie das alles organisiert ist, zusammenhängt und so fort. Wir sprachen auch über Politik und was ihn in seinem Unternehmen beschäftigt. Industrie 4.0, Digitalisierung und so weiter und so fort. Spannende Sachen, um die es da geht. Aber ich bin ganz froh, dass ich mich nicht allzu tief damit befassen muss, ist alles sehr technisch. Im Flugzeug hat man die ganze Zeit einen Monitor vor sich, auf dem man Filme und Serien gucken kann. Ich fand es toll, aber echt lang.



Yesss! Top Luxushotel am Strand.

Am Flughafen wurden wir von einem Fahrer abgeholt, der uns ins Hotel brachte. Ich war begeistert! Ein Luxushotel direkt am Strand. Wie gemalt. Herr R. hatte eine Suite für uns gebucht und ich unterstrich meinen Vorsatz noch einmal, ihm hier den Himmel auf Erden zu bereiten. Bis jetzt sprachen wir auf Augenhöhe. Ich wusste natürlich, dass es hinter verschlossenen Türen ganz anders laufen würde... Schließlich war das keine Freizeitreise, sonder auch Arbeit. Escort Urlaub eben. Ich war als Urlaubsbegleitung mit gewissen Zusatzleistungen engagiert, um es mal so zu formulieren.


Hätte ich auch noch länger ausgehalten hier :)



Wassersport und Champagner

Wir räumten unsere Koffer aus und erkundeten das Hotel. Es lag direkt am Strand, der aus feinem hellen Sand bestand. Die Anlage war wunderschön grün und sehr gepflegt. Den Leuten auf Mauritius geht es gut, sie haben eine optimale Schulbildung und sprechen gut Englisch. Die Verständigung war also kein Problem. Am Strand konnte man sich verschiedene Boote und Wassersportausrüstung ausleihen und Herr R. erklärte mir, dass ich mir alles zu trinken bestellen dürfte, was ich wollte. Super, aber ich trank fast nur Wasser und Latte Macchiato. Nicht unbedingt aus Kostengründen, sondern, weil ich schnell betrunken werde, wenn ich Alkohol trinke. 

Manchmal tranken wir Abends Champagner, weil Herr R. das gerne macht, um ihn Stimmung zu kommen. Aber ich bin niemand, die unbedingt teuren Champagner braucht. Wenn es um Sessions geht, brauche ich einen klaren Kopf. Betrunken zu sein kann ich mir nicht leisten. Sicher, Herr R. ist ein ganz lieber Menschen und ich hatte schnell großes Vertrauen zu ihm. Aber so 100%ig kannte ich ihn auch nicht, da bin ich lieber etwas vorsichtig. 



Die Sessions machten großen Spaß

Da wir uns schon kannten waren nun auch Bondagefesselungen möglich. Das erlaube ich erst nach einer Session und nie beim ersten Mal. Die Sessions machten großen Spaß. Allerdings mussten wir auf die klassische Abstrafung mit Spuren verzichten, weil ich ja tagsüber am Strand einen Bikini trug. Ein roter Hintern, mehr war da nicht drin. Zum Glück gibt es genügend Spiele, die man spielen kann ohne dass Spuren entstehen. Ich sag's mal so: Ich wurde ganz schön rangenommen! Wenn wir spielten, drehten wir den Fernseher mit MTV laut.


Faul in der Sonne, aber abends war ich fleißig.


Der letzte Abend: Autsch!

Am letzten Abend gab es dann eine richtig intensive Session zum Abschied, inklusive Spuren. Was ich an den Tagen davor nicht bekommen hatte, bekam ich an diesem Abend umso heftiger. Mein Po war grün und blau, als ich ins Flugzeug stieg... Ich finde das in Ordnung, es gehört zu meinem Service dazu. Wem das stört, soll eine Stunde Soft SM anbieten, aber keinen Escort Urlaub.


Nerven wie Drahtseile

Wenn Du Dich entscheidest, so einen Escort Urlaub durchzuziehen, dann brauchst du Nerven wie Drahtseile. Ganz ohne Probleme geht es nicht. Du musst es aushalten, wie die anderen Frauen im Hotel hinter deinem Rücken über dich tuscheln. Das ist unvermeidlich, wenn dein Herr doppelt so alt ist wie du und ihr Händchenhaltend zum Abendessen kommt. Klar, dann bist du die Schlampe, die sich an das Geld des Mannes ranschmeißt. Du spürst die Blicke auf dir. Du spürst, wie du taxiert wirst. Die Frauen hassen oder verachten dich. Wenn du dann auch noch gut aussiehst und eine trainierte Figur hast, bist du ein Escort. Ein Callgirl, klare Sache. Die Männer fragen sich, was du wohl kostest und ob du schluckst. Nur dem Servicepersonal des Hotels scheint das egal zu sein, sie behandeln dich freundlich, zuvorkommend und sind sehr charmant zu dir, machen Scherze und geben dir das Gefühl, dass sie dich mögen. So ist das. Ich habe so getan, als ob ich die Blicke und das Getuschel nicht bemerke. Was soll man da auch anderes tun? Zum Glück waren ja auch nicht alle Gäste so, vielen war es auch egal, dass wir ein etwas überraschendes Paar waren.


In der Öffentlichkeit auf Augenhöhe

Ich fand es schön, dass mich Herr R. in der Öffentlichkeit immer auf Augenhöhe behandelt hat. Er ist ein richtiger Gentleman, das finde ich super. Klar, im Bett ist es etwas anderes, da ist unser Spiel nun mal BDSM und die Rollen sind klar verteilt. Wir hatten viele innige Momente, in denen er mein Herz berührt hat. Ich kann und möchte meine Gefühle nicht abschalten. Ich gebe mich beim Escort Urlaub ganz hin. Und nicht nur einen Teil von mir. Ich bin keine Schauspielerin, sondern ein Mensch, der Gefühle hat und sie auch zeigt. Ich liebe meine Gefühle. Sowohl die positiven als auch die negativen. Ich lache viel, aber ich weine auch. Wenn man zum Beispiel meine Brustwarzen heftig quält, dann kullern nun mal irgendwann die Tränen. Das ist ganz normal. 


Escort Urlaub heißt: keine Freizeit

Gerne hätte ich noch etwas mehr Freiraum gehabt, das sage ich ganz offen. Aber ein Escort Urlaub bedeutet eben: Du bist eine Reisebegleitung und musst dafür sorgen, dass sich der Herr immer wohl fühlt. Immer. Nicht nur drei oder vier Stunden am Tag. Wir waren nahezu immer zusammen. Das ist manchmal schon anstrengend, wenn ich ehrlich bin. Es wäre schön gewesen, ein bisschen mehr Zeit für mich selbst zu haben. Aber ich verstehe, dass das nicht realistisch ist, nicht bei einem Escort Urlaub.

Trotzdem war es natürlich suuuuuuuperklasse und ich bin Herrn R. sehr dankbar für die Einladung. Escort Urlaub ist einfach spitze! Und ich denken, es war nicht nur für mich eine ganz besondere und wunderschöne Zeit, sondern auch für den Herrn.


Kuss, jO


PS: Weil ich hier so viel von Twitter schreibe, hier geht es zu meinem Twitter Account.


Dienstag, 24. Januar 2017

Geschichte der jO, Teil SEX: Herzschlag

Geschichte der jO, Teil 6 ist da.
Ups, I did it again :)


Teil 6 meiner Buchreihe "Geschichte der jO" ist erschienen.


Was steht drin? Wie geht es weiter?

Inhalt:

Geschichte der jO, Teil 6: Herzschlag – Meine abenteuerliche Reise durch die Welt des SM und der geheimen Perversionen. Nach einer intensiven Session im Berliner SM-Studio führt Herr A. jO zum Tiffany-Shop im KaDeWe und macht Andeutungen über eine Verlobung. jO jedoch sieht Herrn A. als Kunden, nicht als zukünftigen Ehemann. Die private Liebe sucht jO bei ihrem ersten Parship-Date. Doch das verläuft anders, als gedacht. Anders als geplant gestaltet sich auch die Vorführung von jO durch Lady Inka und Herrin Alex vor dem Berliner Club Tresor. Herrn A. lädt jO als Escort nach Hamburg zu einem Overnight-Date ein. Da sie auf ihren besten Kunden angewiesen ist, nimmt sie an – und muss in Hamburg ihre erste Erfahrung mit einem gefährlichen neuen Spiel machen. Scheinbar unaufhaltsam steuert sie auf einige Katastrophen zu. So verlangt Lady Inka von jO, sich als ihre O tätowieren und im Intimbereich beringen zu lassen. jO möchte das aber nicht. Sie hofft, dass Herrin Alex für sie Partei ergreift. Doch die überrascht jO mit eigenen Plänen.

Hier geht's zur kostenlosen Leseprobe.

Natürlich bin ich schon sehr gespannt darauf, was Sie über Teil 6 denken. Ich freue mich über Feedback.

Wo gibt es die Geschichte der jO?

Sie können meine Buchserie "Geschichte der jO" als eBook für amazon kindl lesen oder als gedrucktes Taschenbuch. Beides finden Sie auf amazon.de 

Übrigens: Sie können sich die amazon kindl Software auch kostenlos auf Ihr iPhone, Samsung, Sony Handy, Tablet oder Ihren PC/Mac laden und die eBooks dort lesen.

Leserinnen und Leser mit dem Tolino-Reader bekommen beim eBook bei den Tolino-Anbietern (Hugendubel.de, Thalia.de, Mayersche Buchhandlung, Ebook.de, Weltbild.de, Libri, Buch.ch, bücher.de)

Inzwischen sind diese Folgen erschienen:

Teil 1: Leid & Liebe
Teil 2: Lustqual
Teil 3: Über dem Limit
Teil 4: Schmerzherz
Teil 5: Alles mit allen

Teil 6: Herzschlag

Liebe Grüße,
Ihre 
jO